Alte Reben, heimische Wurzeln: Warum die Zukunft des Weins in seiner Vergangenheit liegen könnte
- 7. Mai
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Die erneute Hinwendung zu alten Rebstöcken und einheimischen Sorten bietet hier auf Tenuta il Finale eine überzeugende Antwort auf die Belastungen durch den Klimawandel – eine Antwort, die nicht auf Innovation, sondern auf Anpassung beruht.
Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sind wir, wie viele andere Landwirte auch, gezwungen, lang gehegte Annahmen über Reife, Ausgewogenheit und sogar Sorteneignung zu überdenken. Wärmere Vegetationsperioden, kürzere Erntezeiträume und zunehmender Wasserstress sind keine abstrakten Prognosen mehr – sie prägen unsere Weinberge heute.
Hier im Piemont beobachten wir diese Veränderungen besonders deutlich. Früherer Austrieb, schnellere Zuckeranreicherung und abnehmende Säure verändern subtil, aber entscheidend die Struktur und den Stil der Weine. Das Piemont mit seiner Vielfalt an Ausrichtungen, Höhenlagen und Böden entwickelt sich zunehmend zu einem natürlichen Labor, um zu verstehen, wie der traditionelle Weinbau auf den modernen Klimadruck reagiert.
Für uns liegt eine der überzeugendsten Antworten nicht in neu entwickelten Lösungen, sondern in der Wiederentdeckung autochthoner (einheimischer) Rebsorten.
Diese Rebsorten haben sich über Jahrhunderte in dieser besonderen Landschaft entwickelt. Sie werden hier nicht einfach nur angebaut – sie gehören hierher.
Auf Tenuta Il Finale konzentrieren wir uns auf Rebsorten wie Barbera, Arneis und Dolcetto – Sorten, die tief in der Geschichte und Identität des Piemont verwurzelt sind. Während viele in dieser Region eher international anerkannte oder kommerziell erfolgreiche Sorten anbauen, sehen wir einen langfristigen Wert darin, mit Rebsorten zu arbeiten, die von Natur aus an diesen Ort angepasst sind.




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